In guten wie in schlechten Tagen oder Warum ich es IMMER liebe, einen Hund zu haben

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Mit einem Hund musst du raus. Es führt kein Weg daran vorbei. Das ist schön, wenn ihr durch herbstliches Blätterlaub stiefelt, gemeinsam über Sommerwiesen hüpft oder in Wollpullover und Wintermantel gepackt durch den Schnee schlendert.
Anders sieht es aus, wenn du Freitagnacht durchgefeiert hast und es am Morgen kaum schaffst, ein Bein über den Bettrand zu bewegen. Oder wenn du einen harten Migränetag hast, an dem jeder Schritt mit Schmerzen verbunden ist und die einzige vernünftige Option wäre, dich abgeschottet von der Welt im dunklen Zimmer zu verschanzen.
Dann heißt es: Augen zu und durch. Schuhe an und Leine schnappen. Auch wenn es jetzt wirklich keinen Spaß macht.
Doch diese Momente würden mich niemals auch nur darüber nachdenken lassen, meinen Hund herzugeben. Keine Müdigkeit und keine Migräneattacke der Welt könnte mich davon abhalten, Hunde zu halten und diesen auch gerecht zu werden (und wer ebenfalls unter Migräne leidet, dürfte wissen, wie hoch dieser Preis und damit meine Liebe zu Hunden ist).
Denn dann sind da wieder diese anderen Momente.
Wenn ihr nach dieser durchfeierten Nacht von eurer Gassirunde zurückkommt und euch nochmal zusammen ins Bett kuschelt, wo dein Hund an deiner Seite den ganzen restlichen Tag mit dir verschläft. Oder wenn er während deiner Migränephase nicht von deiner Seite weicht, weil er instinktiv merkt, dass du ihn brauchst und dass er einfach mit seiner Anwesenheit Serotoninausstöße auslösen kann, die den Schmerz sogar ein klitzekleines bisschen erträglicher machen.
Das sind die Momente mit Hund, die ich so sehr liebe. Es wird immer Situationen geben, in denen es gerade einfacher wäre, keinen Hund zu haben. Aber für mich treffen auf jede dieser Situationen eine Millionen weitere, die das Leben mit Hund so wertvoll und schön machen.

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Hunde-Kolumne der Rhein-Zeitung

Warum lieben wir Hunde?

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Pimp the food: Diese Nahrungsergänzungen für den Hund werten jedes Futter auf

Herkömmliches Hundefutter aus dem Zoofachhandel ist häufig minderwertig und enthält nicht ausreichend Nährstoffe, um die Vitalität des Tieres auf Dauer sicherzustellen. Nahrungsergänzungen für den Hund können zusätzlich zum Futter verabreicht werden und so zur Gesundheit des Tieres beitragen. In der Reihe „Pimp the food“ werden regelmäßig Nahrungsergänzungsmittel für Hunde vorgestellt und erklärt, wie diese wirken und wie sie dosiert werden sollten.

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Teil 1: Spirulina

Das steckt dahinter:

Die Uralge Spirulina gehört zu den Cyanobakterien. Als Nahrungsergänzungsmittel für Menschen und Tiere gibt es Spirulina meist in Pulverform, erhältlich in Bioläden und im Online-Versand. Sie enthält neben Chlorophyll über 50 unterschiedliche Vitalstoffe und essentielle sowie nicht-essentielle Aminosäuren in konzentrierter Form.

Das ist drin:

  • Vitamine (Vitamin B 12, B 1, B 2, B 6, Inositol, Niacin, Folsäure, Pantothensäure, Biotin und Vitamin E)
  • Mineralien und Spurenelemente (Magnesium, Calcium, Eisen, Kalium, Zink, Chrom, Lithium, Mangan u.v.m)
  • Proteine und Aminosäuren

Das bringts:

  • Antioxidantien wie Phycocyanin stärken das Immunsystem und können entgiftend, antibakteriell sowie antiviral wirken
  • Mineralien wie Calcium und Magnesium stärken Zähne und Knochen
  • kann Fellgeruch und Maulgeruch bei Hunden neutralisieren
  • verbesserte Verdauung und Darmflora

Die Fütterungsempfehlung:

Pro 10 Kilogramm Körpergewicht des Hundes ½ Teelöffel pro Tag unter das Futter mischen, über einen Zeitraum von drei bis sechs Wochen, anschließend zwei Monate Pause.

6 Dinge, die Hundehalter im Frühling beachten sollten

Noch herrschen Minustemperaturen, doch der Frühling klopft fast schon an die Tür. Wer sich und seinen Vierbeiner jetzt schon für das kommenden Frühjahr vorbereiten will, sollte die folgenden Tipps für Hundehalter im Frühjahr beherzigen.

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1. Jetzt geht´s dem Hund ans Fell! Im Frühjahr verabschiedet sich das dicke Winterfell. Darum solltest Du jetzt besonders großen Wert auf eine gründliche Fellpflege legen. Auch für ein Bad mit sensitivem Hundeshampoo ist jetzt genau der richtige Zeitpunkt.

2. Wenn das Wetter wieder freundlicher wird, haben Hund und Halter wieder Lust auf mehr Bewegung. Aber mute Deinem Vierbeiner nicht gleich zu viel zu, wenn es bei Euch im Winter eher ruhig zuging. Steigert Euer Aktivitätsniveau langsam und kontinuierlich.

3. Ab März beginnt die Zeckenzeit. Daher ist es wichtig, rechtzeitig mit der Prophylaxe zu beginnen.

4. Je nach Regionen herrscht im Frühjahr aufgrund der Brut- und Setzzeit Leinen- oder Aufsichtspflicht für Hunde. Jungtiere, aber auch trächtige und brütende Tiere, fühlen sich durch erkundende Vierbeiner gestört und können im schlimmsten Fall sogar verletzt werden.

5. Die Natur beginnt zu erblühen – darunter auch giftige Pflanzen. Frisst Dein Hund gelegentlich Gras, achte darauf, dass er dabei keine anderen, eventuell giftigen Pflanzen erwischt.

6. Da auch Hunde allergisch auf Pollen reagieren können, sollten Hundehalter auf tropfende Nasen, Niesen und Kratzen jetzt besonders achten. Hier kann der Tierarzt einen Test durchführen und gegebenenfalls ein Medikament verschreiben.

Herzerkrankung beim Hund – Arten, Ursachen, Therapien

 

Herzerkrankungen bei Hunden sind keine Seltenheit. Und auch wenn die Diagnose des Tierarztes erst einmal ein Schock ist, kann Euer Hund mit Herzproblemen noch viele schöne Jahre mit Euch verbringen. Welche Herzerkrankungen beim Hund es gibt, wie diese entstehen und welche Therapien für Herzerkrankungen beim Hund es gibt, erzähle ich Euch hier.

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Herzerkrankung durch Infektion

Infektionen können ein Grund für Herzerkrankungen beim Hund sein. Besonders bakterielle Infektionen spielen hier eine wichtige Rolle. Bakterien können nämlich nach einer Infektion zum Herzen wandern und dort eine Erkrankung auslösen.

Ein bekanntes Beispiel für eine Herzkrankheit durch Bakterien ist die Mittelmeerkrankheit Dirofilariose, die durch einen Herzwurm ausgelöst wird.

Außerdem kann die Leishmaniose, die durch Leishmanien hervorgerufen wird, sich auf das Herz des Hundes negativ auswirken. Leishmanien sind parasitäre Einzeller, die von Sandmücken aus dem Mittelmeerraum übertragen werden. Wenn Euer Hund also unmittelbar nach einem Urlaub in der Mittelmeerregion Herzprobleme sowie weitere typische Symptome aufweist, solltet Ihr Euren Tierarzt unbedingt nach einem Leishmaniose Test fragen.

Therapie: Schwere bakterielle Infektionen müssen mit Antiobiotika behandelt werden. Den weiteren Therapieplan arbeitet der Tierarzt mit dem Hundebesitzer gemeinsam aus.

Atrioventrikularklappen-Endokardiose

Diese Form der Herzerkrankungen kommt besonders häufig bei älteren Hunden vor. Der Grund dafür ist vermutlich eine ausgeprägte Bindegewebsschwäche, die sich über viele Jahre entwickelt, ohne dass Symptome erkennbar sind. Die Herzklappe ist hier so weit zurückentwickelt – also degeneriert -, dass sie nicht mehr wie gewohnt arbeitet. Symptome der fortgeschrittenen Endokardiose sind Atembeschwerden, Husten und Herzgeräusche.

Therapie: Bei Beschwerden ist eine Therapie mit ACE-Hemmern ratsam. Diese senken das Blutvolumen, sodass der Widerstand geringer wird und das Herz weniger stark arbeiten muss. Kommt es zu Wassereinlagerungen als Folge der Herzerkrankung, sind Diuretika unverzichtbar, die das überflüssige Wasser sozusagen ausschwemmen.

Genetisch bedingte Herzerkrankungen bei Hunden

Diese Rubrik betrifft vor allem sehr große Rassen wie den Dobermann, den Wolfshund oder den Boxer. Eine verbreitete genetisch bedingte Herzerkrankung bei großen Hunderassen ist die Dilatative Kardiomyopathie. Diese zeichnet sich dadurch aus, dass der Herzmuskel sich erweitert, woraufhin der Körper nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden kann.

Therapie: Die Dilatative Kardiomyopathie wird mit ACE-Hemmern zur Entlastung des Herzens therapiert. Es können, wenn nötig, Antidiuretika und herzstärkende Mittel verschrieben werden. In mangelernährungsbedingten Fällen ist die Gabe von Taurin und Carnitin sinnvoll.

Herzinsuffizienz

Die Herzinsuffizienz entsteht gewöhnlich durch andere Vorerkrankungen, beispielsweise infolge der Dilatativen Kardiomyopathie. Da das Herz durch eine solche Vorerkrankung schwach ist und den Körper nicht mit genügend Sauerstoff versorgen kann, verengen sich die Gefäße. Dies geschieht meistenst durch eine Erkrankung der Herzklappen oder des Herzmuskels.

Therapie: Bei einer Herzinsuffizienz sollten Medikamente verabreicht werden, die das Herz dauerhaft stärken und den Blutdruck mindern, sodass die Arbeit des Herzens erleichtert wird.

Ein untrainierter Herzmuskel

Leider kann auch ein untrainierter Herzmuskel zu Herzproblemen bei Hunden führen. Durch wenig Bewegung und Sauerstoff erschlafft der Herzmuskel so stark, dass er nicht mehr ordnungsgemäß arbeiten kann.

Therapie: Hier ist eine medikamentöse Stärkung des Herzens möglich. Gleichzeitig sollten regelmäßige Spaziergänge an der frischen Luft erfolgen. Auch ernährungsphysiologische Maßnahmen wie die Gabe von Taurin und Carnitin können Besserung schaffen, sollten aber unbedingt mit dem Tierarzt abgesprochen werden.

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Generelle Empfehlungen für den Umgang mit herzkranken Hunden

Zunächst einmal bedenkt: Euer Hund weiß nichts von seinen gesundheitlichen Problemen.

So lange es Eurem Vierbeiner gut geht, sollte er sein Leben genießen dürfen. Das heißt nicht, dass Ihr einen herzkranken Hund mit Agility, weiten Joggingstrecken oder Wettbewerbssport auf Trab halten sollt – aber regelmäßige, entspannte Bewegung ist absolut notwendig, damit der Herzmuskel nicht weiterhin an Stärke abnimmt.

Eine gesunde Ernährung ist für herzkranke Hunde sehr wichtig. Vermeidet Übergewicht und fragt Euren Tierarzt nach Nahrungsergänzungsmitteln. Ist eine Gabe von Carnitin oder Taurin sinnvoll? Vermeidet salzhaltiges Futter, setzt hingegen auf Omega-3-Fettsäuren, die sich positiv auf die Herzgesundheit auswirken können. Diese sind vor allem in Seefisch und Leinöl enthalten.

Ein Hund mit Herzproblemen sollte regelmäßig zur tierärztlichen Kontrolle gehen. Fragt einfach Euren Tierarzt, welches Intervall er empfiehlt.

Wenn Euer Hund Herzmedikamente erhält, gebt sie ihm regelmäßig. Wenn Euch das schwer fällt, stellt einfach einen Wecker, der euch jeden Tag zur gleichen Uhrzeit an die Tablette Eures Hundes erinnert. Solltet Ihr die Tablettengabe einmal vergessen, nehmt sie nur nach, wenn noch keine 12 Stunden seit der gewöhnlichen Einnahmezeit vergangen sind. Da dieser Rat jedoch von dem Krankheitsfall und Medikament Eures Hundes abweichen kann, fragt im Zweifelsfall bitte Euren Tierarzt.

Sommerurlaub mit Hund – Diese Dinge gehören in den Koffer + Checkliste

Urlaub mit dem Hund – da gehört mehr als nur Leine, Napf und Futter in den Koffer. Doch welche Urlaubs-Gadgets für den Hund sind sinnvoll? Was darf auf keinen Fall fehlen und was macht den Sommerurlaub mit Hund angenehmer? Im Folgenden gibt es ein paar exklusive Checklisten für den Urlaub mit Hund.

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Checkliste 1: Das gehört auf jeden Fall ins Gepäck

    • EU-Heimtierausweis
    • eine zuverlässige Leine
    • Adressanhänger für das Halsband
    • Schlafkissen oder -decke
    • Bürste
    • gewohntes Hundefutter
    • Futter- und Wassernapf (ideal: eine Flasche mit integriertem Trinknapf zum Mitnehmen)
    • eventuell nötige Medikamente
    • Zeckenzange
    • Kotbeutel
    • Erste Hilfe Set für Hunde
    • Notfalladresse eines Tierarztes in der Nähe des Reiseziels

Checkliste 2: Strandurlaub mit Hund

      • Hundeschwimmweste
      • Wasserspielzeug, beispielsweise ein Aqua Kong, der auf dem Wasser schwimmt, oder ein schwimmfähiger Dummy
      • Bodenanker zur Befestigung der Hundeleine
      • Hundehandtuch aus saugfähiger Microfaser
      • eine Strandmuschel für Hunde (oder Menschen) als Sonnenschutz
      • Pfotenschutz (bei steinigem Boden oder hohem Aufkommen von Muscheln etc.) und evtl. Pfotenbalsam zur Pflege danachgolden-retriever-662817_640

Checkliste 3: Wanderurlaub mit Hund

      • Joggingleine: wenn der Hund nicht frei laufen kann oder darf und Hundehalter die Hände frei haben möchten
      • Hunderucksack: sinnvoll bei kleinen Hunden, die möglicherweise nicht die gesamte Strecke alleine laufen können
      • Schutzschuhe für steinige Wege
      • Regen-/Windschutz: je nach Höhenlage ist ein windfester Hunde-Regenmantel nötig

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Jetzt seid Ihr rundum ausgerüstet für den Sommerurlaub mit Eurem Vierbeiner. Was sind Eure persönlichen Lieblings-Urlaubsgadgets für den Hund? Gibt es weitere Dinge, die in Eurer Reisetasche für den Vierbeiner auf keinen Fall fehlen dürfen? 

Darum tragen Hunde jetzt gelbe Schleifen

Viele Hundehalter kennen die folgende Situation: Ein entspannter Spaziergang im Park – und plötzlich kommt ein fremder Hund gelaufen. Ohne Leine.

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Eigentlich sollte es an der Tagesordnung liegen, anderen Hundehaltern mit respektvoller Distanz zu begegnen, bis man das Okay hat, näheren Kontakt aufzunehmen. Denn aus verschiedensten Gründen kommt es vor, dass ein Hund den Kontakt zu anderen Artgenossen nicht oder nur bedingt verträgt oder duldet. Leider beachten dies nicht alle Hundefreunde.

Eine Idee aus Schweden könnte hier Erleichterung für viele Hunde und Hundehalter bringen. Wir sprechen von der Aktion Gulahund/Yellowdog.

Das Symbol dieser Aktion: ein gelbes Accessoire in Form einer Schleife, eines Tuchs oder ähnlichem an Halsband, Leine oder Geschirr des Hundes.

Gründe, solch eine gelbe Schleife zu tragen, gibt es viele. Generell profitieren davon alle Hunde, die mehr Freiraum benötigen:

  • kranke oder alte Hunde, die infektiös oder mit dem sozialen Kontakt überfordert sind
  • ängstliche, sensible Hunde
  • läufige Hündinnen
  • Hunde in Ausbildung oder während des Trainings, wenn wenig Ablenkung gewünscht ist

Wichtig ist dabei: Eine gelbe Schleife am Hund ist kein Warnsignal für gefährliche Hunde!

Sie sollte vielmehr als eine freundliche Bitte um mehr Respekt und Freiraum für den Hund und seinen Halter gesehen werden.

Für Halter von Hunden, die tatsächlich aggressiv auf Artgenossen reagieren können, ist außerdem wichtig zu wissen, dass die gelbe Schleife keinen Ersatz für einen Maulkorb darstellt, sollte dieser unbedingt nötig sein.

Das gewünschte Verhalten von Hundehaltern, die einen Hund mit gelbem Accessoire entdecken: eigenen Hund bitte sofort anleinen und etwas Abstand halten. Nach vorheriger Absprache kann es durchaus sein, dass ein sozialer Kontakt zwischen den Hunden in Ordnung ist. Das muss individuell mit dem jeweiligen Halter besprochen werden.

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Wer einen Hund hat, der etwas Privatsphäre beim Spaziergang benötigt, der kann gelbe Schleifen und Halstücher im Gulahund Shop bestellen oder aber einfach selber machen. Wichtig ist bloß, dass es sich um einen gelben Akzent am Hund handelt.

Seit 2012 ist das Projekt in Schweden bereits bekannt und mittlerweile gibt es auch Zweigstellen in Deutschland und der Schweiz, die das Projekt vorantreiben.                   Leider ist die Aktion Yellowdog jedoch noch nicht sehr verbreitet unter Hundehaltern.     Wer mag, kann Flyer ausdrucken und verteilen, um an der Verbreitung der Aktion mitzuwirken.

Können Hunde eigentlich schwitzen?

Können Hunde schwitzen? Wir lieben den Sommer, aber wenn es zu heiß wird, halten wir uns lieber im Schatten auf. Hunden macht die Hitze noch mehr zu schaffen. Doch können Hunde auch schwitzen?
Die Antwort lautet: Ja, das können sie. Und zwar über die Pfoten. Allerdings gleichen sie einen Großteil der Wärme über ein ganz anderes Organ aus.

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Hunde regulieren ihre Körpertemperatur über die Zunge

Genauer gesagt über die Atmung. Der warme Speichel, der sich auf der Zungenoberfläche ansammelt, wird nämlich während dem Hecheln verdunstet. Je schneller Hunde hecheln, umso mehr Speichel verdunstet und umso mehr Wärme kann entweichen.
Durch die Nase wird gleichzeitig frische, kühle Luft eingeatmet. Daher sollte diese auch kühler sein als die Luft, die ausgeatmet wird. In geschlossenen Räumen oder gar Autos ist dies in der Regel nicht der Fall, im Freien oder in gut gelüfteten Räumen schon.

Die Pfötchen helfen mit

Ohne die Thermoregulation über die Zunge könnten Hunde nicht überleben. Dennoch findet man an ihren Pfoten kleine Schweißdrüsen. Im Sommer tritt dort schon mal ein schweißähnliches Sekret aus, was beim Zersetzungsvorgang zu riechen beginnt.
Unsere vierbeinigen Begleiter besitzen allerdings so wenige Schweißzellen, dass diese nur eine kleine Rolle in der Temperaturregulierung einnehmen.

Tipps, die Hunden die Hitze erträglicher machen

Die Thermoregulation ist sehr anstrengend für den Hund. Wer seinen Vierbeiner liebt, macht es ihm so leicht wie nur möglich. Zunächst sollten Langhaarhunde rechtzeitig eine kurze Sommerfrisur verpasst bekommen. So wird es nicht unnötig warm unter dem Fell.

  • Auf keinen Fall darf der Hund im Auto zurückbleiben. Hier ist die eingeatmete Luft wärmer als die ausgeatmete und somit kann keine Regulierung über die Zunge stattfinden, auch bei offenem Fenster nicht. Die Folge ist ein Hitzschlag oder der ein Zusammenbrechen des Kreislaufs, was bereits innerhalb weniger Minuten passieren kann.
  • Natürlich sollten Hundehalter immer Wasser in Reichweite anbieten. Im Sommer darf dieses gerne etwas kühler sein.
  • Spaziergänge und die Fütterung sollten auf den frühen Morgen und späten Abend gelegt werden. Im Haus sind die Rollladen unten, damit die Wärme draußen bleibt.
  • Hält der Vierbeiner sich doch mal in der Sonne auf, verhindert eine allergikerfreundliche Sonnencreme auf der Nase und den unbehaarten Stellen an den Ohren einen Sonnenbrand. Asphalt unbedingt meiden, da dieser sehr heiß wird!
  • Hundeeis ist eine hervorragende Idee für die heißen Sommertage. So kann man beispielsweise Nassfutter in Eisförmchen einfrieren oder Wasser mit Obststücken in eine Schüssel füllen und diese ins Gefrierfach stellen. Das fertige Eis wird vom Hund geschleckt – eine echte Erfrischung und nebenbei auch eine fabelhafte Beschäftigung.
  • Ein Planschbecken im Garten ist ein Highlight für jeden Hund, der Wasser liebt.
  • Übergewichtige Hunde leiden stärker unter Hitze, weshalb Besitzer in dem Fall rechtzeitig eine Diätphase einlegen sollten.

Tiere und Homöopathie

Homöopathie kann auch unseren Vierbeinern helfen, verschiedene Erkrankungen und Beschwerden zu lindern. Doch welche Methoden der Homöopathie werden bei Tieren angewendet und was steckt hinter den Heilanwendungen?

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Akupunktur für Vierbeiner
Gerne wird die Akupunktur angewendet, wenn Menschen oder Tiere Schmerzen oder andere Beschwerden haben. Gute Ergebnisse hat diese Methode beispielsweise bei Migränepatienten, Tinnitus und Rückenschmerzen erzielt. Auch Nervenschmerzen, beispielsweise bei Trigeminusneuralgien, können durch gezielte Nadelstiche häufig gelindert werden. Gerade Hunderassen, die häufig an Gelenkerkrankungen leiden – das sind beispielsweise Deutsche Dogge, Deutscher Schäferhund und Dobermann -, profitieren von der Akupunktur durch einen erfahrenen Tierheilpraktiker.

Bachblüten-Therapie für Hunde und Menschen                                                                                   Die Bachblüten-Therapie geht auf den Mediziner Edward Bach zurück und beruht auf der Wirkung hochpotenzierter Pflanzen. Berühmt sind die Notfalltropfen, eine Mischung aus den Bachblüten Cherry Plum, Clematis, Impatiens, Rock Rose und Star of Bethlehem. Diese Mischung kann helfen, das innere Gleichgewicht bei seelischer Belastung wiederherzustellen. Ob schwierige Tierarztgänge mit dem Hund, bach-flower-therapy-187799_1920eine komplizierte Zusammenführung von Katzen oder ein stets ängstliches Kaninchen – die Notfalltropfen von Bach sind ein Allrounder. Allerdings erhalten Tiere die Variante für Kinder, da diese keinen Alkohol enthält.

Traditionelle Chinesische Medizin für Hunde und Katzen
Einige (Tier-)Heilpraktiker sind auf die Traditionelle Chinesische Medizin spezialisiert. Es handelt sich dabei um eine der ältesten Therapien überhaupt, die Erkrankungen des Immunsystems und der Organe, Allergien, Hauterkrankungen, HNO-Erkrankungen sowie viele weitere behandelt. Es wird zum Beispiel mit Akupunktur versucht, die Energiebahnen (Meridiane) des Körpers zu unterstützen oder Besserung durch eine spezielle Ernährung nach der 5-Elemente-Lehre zu erzielen.

Schröpfen – diese Saugglocke hat es in sich!cupping-419671_1920
Das Schröpfen wird von vielen Homöopathen angewendet. Erfolgversprechend ist diese Therapie, bei der eine Saugglocke auf bestimmte Körperstellen gelegt wird, vor allem bei Verspannungen und rheumatischen Leiden. Die Durchblutung wird durch das unter der Glocke entstehende Vakuum angeregt, die Muskeln lockern sich und chronische Schmerzen können verschwinden.

Aderlass zur Entgiftung von Haustieren
Beim Aderlass wird dem Patienten eine bestimmte Menge Blut abgenommen. Auf diese Weise wird das Gewebe angeregt, um den Verlust durch frisches Blut auszugleichen. Dabei kommt es häufig zur Ausscheidung von Giften, viele Beschwerden werden so gelindert.

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Hier kann nach einem geeigneten Tierheilpraktiker in der Nähe gesucht werden.
Und wer sich für die Tierheilpraktiker Ausbildung interessiert, kann sich bei Paracelsus darüber informieren.

Selbstgebackene Hundekekse

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Ihr wünscht Euch gesunde Leckerchen für Euren Vierbeiner? Frei von Konservierungsstoffen, Geschmacksverstärkern, Zucker und anderen für den Hund ungesunden Inhaltsstoffen? Die Lösung lautet: Hundekekse selber backen! Denn bei selbstgemachten Hundekeksen wisst Ihr genau, was drin steckt und könnt obendrein auf die Vorlieben Eures Hundes eingehen.

Im Grunde ist das Hundekekse Backen kinderleicht. Ihr verwendet entweder ein Hundekekse Rezept oder kombiniert nach Lust und Laune geeignete Zutaten für Hundeleckerchen miteinander. Zunächst mischt Ihr die Zutaten zusammen, die Euer Hund gerne frisst und die er verträgt. Eier sorgen dafür, dass die Zutaten zu einer homogenen Masse verschmelzen, die sich leicht formen lässt. Ist die Masse zu flüssig, kann sie mit Haferflocken angedickt werden. Ist sie zu zähflüssig, helfen ein paar Tropfen Wasser. Um der Fantasie auf die Sprünge zu helfen, hier eine Liste von Zutaten, die für Hundekekse geeignet sind.

Geeignete Zutaten für selbstgemachte Hundekekse

    • magere Fleischsorten, vor allem Hühnchen und Rind
    • Fisch, zum Beispiel Thunfisch oder Lachs (dieser enthält gesunde Omega 3-Fettsäuren)
    • Milchprodukte (in Maßen) wie Milch, Quark, ungewürzter Frischkäse oder Hüttenkäse
    • Eier als Bindemittel
    • für Hunde verträgliche Obst- und Gemüsesorten, beispielsweise Karotte, Apfel, Brokkoli, Fenchel, rote Beete
    • Getreide und Samen wie Haferflocken und Leinsamen
    • hochwertiges Öl, vor allem Leinsamenöl

Lebensmittel, die nicht in selbstgemachte Hundekekse gehören

Es gibt einige Lebensmittel, die Hunde nicht vertragen. Sie bekommen davon erhebliche Magen-Darm-Beschwerden, Kreislaufprobleme und unter Umständen können die Inhaltsstoffe sogar tödlich sein.

Diese Lebensmittel dürfen auf keinen Fall verfüttert werden:

      • Zwiebeln und Knoblauch – was dem Menschen ein tolles Würzmittel ist, kann für den Hund tödlich enden!
      • Unreife Kartoffeln
      • Aubergine und Tomate, außer wenn diese sehr reif sind
      • Trauben (und damit auch Rosinen) können bei Hunden Nierenschäden verursachen
      • das Theobromin in Schokolade und Kakao ist hochgiftig für Hunde, da es von deren Stoffwechsel nicht abgebaut werden kann
      • Hülsenfrüchte und Kohlsorten wirken stark blähend und schaden dem Hundedarm beträchtlich

Rezept für schnelle selbstgemachte Hundekekse

      • 100 g Butter und
      • 1 Eizu einer schaumigen Masse schlagen.
      • 400 g Dinkelmehl,
      • 50 g Haferflocken und
      • 75 g Thunfisch oder mageres Fleisch hinzugeben und gut durchmischen. Nach Bedarf etwas kaltes Wasser hinzugeben.

Den Teig ausrollen, Kekse ausstechen und bei 190°Grad 20 Minuten im Backofen backen. Nach dem Auskühlen in einem luftdichten Gefäß aufbewahren. Die Hundekekse sind so etwa 8 Wochen haltbar.

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Vegane Hundekekse selber backen

Auch vegane Hundekekse backen ist durchaus möglich. Mit den richtigen Zutaten findet Euer Vierbeiner Hundekekse ohne Fleisch ebenfalls zum Anbeißen!

Großer Vorteil: Vegane Hundekekse enthalten kein Fleisch und keine Milchprodukte und sind somit länger haltbar als Hundekekse mit Fleisch.

Dieses Rezept für vegane Hundekekse hat Dagmar Liepe in der Kochshow „Enie backt“ zubereitet.

Zutaten:

      • 500 g Dinkelmehl
      • 80 g Kräuter der Provence
      • 20 ml Olivenöl
      • 10 g schwarzer Sesam (aus dem Asialaden)
      • 50 bis 100 ml Wasser nach Bedarf

Zubereitung:

Die Zutaten werden zu einem homogenen Teig verarbeitet. Diesen könnt Ihr anschließend ausrollen und daraus mit Förmchen Eurer Wahl Kekse ausstechen. Nach 25 bis 30 Minuten im Backofen bei Umluft und 150° sind die veganen Hundekekse fertig. Auskühlen lassen, luftdicht verpacken und als Belohnung oder Snack an Euren Vierbeiner verfüttern.

Die Videoanleitung zu diesem Rezept findet Ihr hier.

Jetzt wünsche ich Euch viel Spaß beim Backen Eurer eigenen Hundekekse!

Ecosphere – Tierquälerei oder spannender Trend?

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EcoSphere ist eine kleine, eigene Welt im geschlossenen Aquarium für Naturliebhaber, Tierbeobachter und Pflanzenfreunde.
Zu verdanken haben wir dieses wundersame Produkt der Weltraumforschung.
Experimente zu geschlossenen, eigenständig lebensfähigen Miniatur-Lebensräumen wurden von Forschern der NASA durchgeführt. Zweck des Ganzen war es, während den langen Aufenthalten im Weltraum einen Lebensraum zu schaffen, der völlig auf sich allein gestellt überleben kann.

Mit dem Ergebnis dieser Experimente können wir Normalsterblichen heute nicht nur unser Wohnzimmer um ein weiteres, aufregendes Accessoire erweitern, sondern auch viel über die Natur und ihre erstaunliche Überlebensfähigkeit lernen.
Denn EcoSphere kann ohne äußeres Hinzutun mehrere Jahre lang überleben.
Es entwickelt sozusagen ein Eigenleben und schafft es, in einem immerwährenden Kreislauf sämtliche darin lebende Tiere und Pflanzen zu versorgen.

Gefüllt ist ein EcoSphere mit Salzwasser und Luft. Weiterhin befinden sich in der geschlossenen Glaskugel Algen, kleine Steine, Gorgonien und tropische Garnelen.
Gorgonien sind eine Korallenart aus hornartiger Substanz.
Die Garnelen sind lediglich 1,5cm groß und nutzen die Algen sowie winzige Bakterien, die im EcoSphere leben, als Nahrungsmittel.

Der Trick hinter diesem System ist das von außen einfallende Licht, welches biochemisch umgesetzt wird. In Verbindung mit Kohlendioxid veranlasst es die Algen dazu, Sauerstoff herzustellen, welcher für die Mini-Garnelen lebensnotwendig ist.

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Das für diese Photosynthese notwendige Kohlendioxid wird von den Garnelen und Bakterien produziert.

Nährstoffe werden in der Kugel gebildet, indem verschiedenste Bakterien die tierischen Produkte, welche mit der Zeit automatisch anfallen, in Nährstoffe umwandeln.
Diese wertvollen Nährstoffe dienen den Algen wiederum als Nahrung.

Wer sich ein EcoSphere anschafft, sollte lediglich für ausreichend Licht sorgen und das Algenwachstum im Auge behalten. Wachsen mehr Algen, als von den Garnelen gefressen werden, sollte man das Ecosphere eine Zeit lang in einen dunkleren Raum stellen. Wachsen dagegen zu wenige Algen, ist das ein Zeichen dafür, dass mehr Licht benötigt wird.

In der Regel überlebt ein Ecosphere so mehrere Jahre. In wenigen Fällen fand man noch nach 10 Jahren Garnelen darin, wobei dies eher selten der Fall ist. Realistisch ist eine Überlebensdauer von 3 Jahren.

Tierrechtler kritisieren, dass die Garnelen eine zu einseitige Ernährung erhalten und weiterhin keinerlei Rückzugsmöglichkeiten angeboten bekommen, die sie für ihr Wohlbefinden benötigen. Auch das Alter, das Garnelen in einer EcoSphere erreichen sei nicht so hoch wie in der Natur. Weiterhin soll die Tatsache, dass die Tiere sich in der Glaskugel nicht vermehren, ein Zeichen dafür sein, dass sie sich nicht wohl fühlen.

Letztendlich bleibt das Ecosphere also eine Weltneuheit, die die Geister aller Tier- und Naturfreunde in zwei Teile spaltet:
Die einen sehen darin ein unzulängliches System, die anderen lediglich eine legitime Kopie des natürlichen Lebensraumes dieser Arten, die man so eingehend beobachten und studieren kann.

Wie denkst Du über die Ecosphere? Teile uns Deine Meinung in den Kommentaren mit!